Crashtests im Detail

1. Crash: Auffahrkollision Wohnmobil gegen Personenwagen

Ausgangslage:
Ein Fahrrad hat sich vom Gepäckträger eines vorausfahrenden Fahrzeugs gelöst und bleibt auf der Fahrbahn liegen. Der nachfolgende Personenwagen bremst abrupt. Der Fahrer des Wohnmobils dahinter reagiert zu spät; das Wohnmobil prallt ungebremst mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h auf den bremsenden Personenwagen.

Resultat:
Das schwere Wohnmobil fährt auf den fast stehenden Personenwagen auf und beschleunigt diesen stark. Es entstehen große Kräfte, die den Fahrer des Personenwagens in seinen Sitz drücken. Die optimal eingestellte Kopfstütze fängt seinen Kopf auf und verhindert damit Schlimmeres.

Am Personenwagen stellt man massive Schäden im Heckbereich fest. Am Wohnmobil verursacht der Aufprall im Wesentlichen Beschädigungen der Fahrerkabine. Durch die unsachgemäße Beladung und die zwei nicht angegurteten Personen entstehen im Inneren des Reisefahrzeugs jedoch große Sach- und Personenschäden.

Die Kollisionskräfte schleudern den nicht angegurteten Erwachsenen am Tisch nach vorne. Dabei reißt er den Tisch gleich mit. Das Kind, welches im hinteren Bereich des Wohnmobils steht, fällt beim Aufprall zu Boden und schliddert nach vorne. Die Ladung in den nur teilweise gesicherten Schränken fliegt bei der Kollision ebenfalls nach vorne: Konservendosen, Geschirr und Wasserflaschen gefährden die Insassen und begraben den Kinderkörper am Boden.


2. Crash: Kreuzungskollision Jeep gegen Roller

Ausgangslage:
Ein kleiner Jeep mit zwei stehenden Personen auf der Ladefläche und einer Geschwindigkeit von 50 km/h kollidiert mit einem von rechts mit 25 km/h kommenden Roller mit zwei Personen.

Resultat:
Da der Erwachsene und das Kind ungesichert auf der Ladefläche des Jeeps stehen, stürzen sie beim Aufprall. Sie könnten auch leicht aus dem Fahrzeug und auf die Fahrbahn geschleudert werden. Die Verletzungsgefahr ist groß.

Der Rollerfahrer trägt einen Helm, hat den Kinnriemen aber nicht geschlossen. Das Kind trägt einen zu großen Helm. Bei der seitlichen Kollision lösen sich die Helme deshalb von den Köpfen, noch bevor sie ihr Schutzpotenzial entfalten können. Ohne Schutzkleidung erleiden die beiden Rollerfahrer schwere Verletzungen beim Zusammenstoß mit dem Jeep und dem Sekundäraufprall am Boden.


3. Crash: Gegenverkehrsunfall Wohnanhängergespann gegen Transporter

Ausgangslage:
Der Wohnanhänger eines Gespanns kommt ins Schlingern, bricht aus und stößt mit 30 km/h gegen einen Transporter, der mit ca. 60 km/h entgegenkommt.


Resultat:

Der Wohnwagen prallt bei dieser Gegenverkehrskollision direkt in die Fahrerseite des entgegenkommenden Transporters. Der Wohnwagen sowie der Transporter werden dadurch schwer beschädigt. Weil der Wohnwagen in die linke Vorderseite des Transporters prallt, besteht ein erhebliches Verletzungsrisiko für den Fahrer. Noch schlimmer wären die Folgen dieses Zusammenstoßes für den Fahrer des entgegenkommenden Fahrzeugs, wenn es sich um ein kleineres Fahrzeug oder ein Motorrad handeln würde. Die Insassen des Zugfahrzeuges kommen hingegen mit dem Schrecken davon.

Presse

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